Wer plant, im April die einsamen Buchten der Sithonia zu erkunden, sollte diesen Bericht lesen – oder sich direkt ein Kettenfahrzeug mieten. Hier ist unser Reisebericht des Grauens:
1. Die „Lost Place“ Romantik (oder: Wo ist das Bier?)
Tigania Beach im April klingt nach Geheimtipp. Vor Ort stellten wir fest: Der Geheimtipp ist so geheim, dass nicht mal die Besitzer der Beach-Bar wissen, dass sie dort arbeiten. Alles zu. Kein Frappé, kein Mythos, nur wir und der Wind. Wer Einsamkeit sucht, wird sie finden – zusammen mit verschlossenen Toren und dem leisen Echo unserer eigenen Enttäuschung.
Wir dachten uns schon, dass die Beach Bar im April eventuell noch im Winterschlaf liegt. Uns ging es nicht um Party oder kühle Drinks, aber wenigstens die Aussicht bewundern, dieses Postkarten-Panorama über das türkise Wasser. Die Aussicht bekamen wir, aber anders als gedacht.
Als wir die Bar endlich im Blick hatten, sahen wir ihn: Einen winzigen, asphaltierten Pfad, der steil nach unten zum Strand führt. Aber nach einer Odyssee durch das Labyrinth der Asphaltstrassen trauten wir dem Frieden nicht mehr. „Ist das echter Asphalt? Endet das in einer Klippe? Kommen wir da je wieder hoch?“
Die Entscheidung: Sicherheit geht vor. Es gibt nur das Beweisfoto von oben – sicher ist sicher. Wer weiß, ob dieser Weg nicht auch eine optische Täuschung von Google war.

